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 Artikel über Angststörungen von Martina Weiblen 30. März 2017

1. Was ist eine Panikattacke?

2. Was ist eine Phobie?

3. Mögliche Ursachen für Angststörungen

4. Möglichkeiten – Ängste nachhaltig zu bewältigen

5. Menschen, die an Ängsten leiden, verfügen über besondere Potentiale

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  1. Was ist eine Panikattacke?

Eine Panikattacke ist eine – als überwältigend empfundene Angstreaktion.

Die Panikattacken beginnen abrupt und sind nicht auf eine spezielle Situation bezogen. Sie treten spontan auf.

Oft treten mehrere Symptome gleichzeitig auf:

  • Herzklopfen oder beschleunigter Herzschlag

    Schwitzen

    Zittern

    Gefühl der Atemnot

    Beklemmungsgefühle in der Brust

    Übelkeit

    Mundtrockenheit

    Schwindel, Unsicherheit, Benommenheitsgefühle

    Das Gefühl in Ohnmacht zu fallen

    Unwirklichkeitsgefühle

    Angst die Kontrolle zu verlieren

    Angst verrückt zu werden

    Angst zu sterben

    Taubheit- oder Kribbelgefühle

    Hitzewallungen

    Kälteschauer

 

Die Panikattacken sind nicht mit besonders gefährlichen Situationen verbunden.

Diese auftretenden Symptome können innerhalb von 10 Minuten ihren Höhepunkt erreichen.

Panikattacken dauern im Durchschnitt 30 Minuten lang.

Angst ist eigentlich ein natürliches Gefühl, um uns vor Gefahren zu schützen. Evolutionsbedingt ein sehr wichtiges Hilfsmittel, um zu überleben.

Wenn Sie aber das Gefühl haben, dass Sie unter Ängsten leiden, die in Situationen auftreten, in denen keine reale Gefahr oder Bedrohung besteht – haben Sie eine Angst entwickelt, die seelischen Belastungen geschuldet ist.

Wenn Sie vermuten, dass Sie unter Panikattacken leiden – weil Sie sich bei den Symptomen wieder finden, ist eine rasche und wirksame Hilfe für Sie sicher sehr wichtig. Denn Ängste können das Leben massiv beeinträchtigen

 2. Was ist eine Phobie?

Die bekannteste Phobie ist die Agoraphobie. Es ist die Angst vor Menschenmengen, vor öffentlichen Plätzen, vor dem Alleinreisen und vor dem Reisen mit weiter Entfernung von zu Hause. Typisch bei der Agoraphobie ist die Angst vor der Angst (die Erwartungsangst). Es wird im Vorfeld, in größter Anspannung erwartet, dass die Angstanfälle auftreten, sobald Sie in die auslösende Situation kommen. Wer unter einer Agoraphobie leidet, hat sehr große Angst, sich zu weit von sicheren Orten und Personen zu entfernen oder nicht fliehen zu können, sondern der Situation ausgeliefert zu sein.

Die Klaustrophobie ist die Angst vor engen, geschlossenen Räumen.

Die Akrophobie ist die Höhenangst.

Dann gibt es noch Phobien vor bestimmten Tieren – wie zum Beispiel die Spinnenphobie oder die Hundephobie.

Angst vor Naturelementen wie Gewitter und Wasser.

Angst vor Verletzungen, Blut , Spritzen oder Zahnarztbesuchen.

Die Konfrontation mit dem Lebewesen oder der Situation führt zu einer Angstreaktion bis hin zu einem Angstanfall (Panikattacke).

Diese Attacke kann nicht unterdrückt werden.

Was ist eine soziale Phobie?

Bei der sozialen Phobie hat ein Mensch sehr große Angst vor Situationen, in denen er sich blamieren könnte. Sie fürchten Situationen, in denen Sie im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen und sich peinlich verhalten (Angst vor dem Erröten) könnten.

Diese Situationen treten zum Beispiel auf beim Sprechen in der Öffentlichkeit – vor kleinen und großen Gruppen.

Sie haben Angst vor zahlreichen sozialen Aktivitäten.

Sie haben Angst negativ bewertet zu werden.

Oft manifestiert es sich als Redeangst.

Die Symptome sind (beispielsweise einen Vortrag vor einer Gruppe halten):

Erröten
Zittern
Angst zu erbrechen
Plötzlicher starker Harndrang oder Durchfall

Eine soziale Phobie hat einen hohen Leidensdruck für den Betroffenen. Denn wir befinden uns ja ständig in der Interaktion mit anderen Menschen. Oft behindert es auch massiv einen beruflichen Werdegang. Weil diese Menschen sehr große Angst vor Konferenzen, Sitzungen und Besprechungen haben. Sie haben Angst davor, etwas sagen zu müssen, sich es nicht zu trauen oder dass man bemerkt, wie unsicher sie sind.

Soziale Phobien gibt es sehr häufig (über ein Zehntel in der Bevölkerung). Leider trauen sich viele Menschen nicht darüber zu sprechen und sich Hilfe zu nehmen.

Panikstörungen treten in Deutschland bei ca. 6 % der Bevölkerung auf, Phobien bei 9-12 % und die soziale Phobie bei 12 %. Das heißt – sehr viele Menschen leiden unter Ängsten. Und die Tendenz ist steigend.

 3. Mögliche Ursachen für Angststörungen:

Sie haben schon als Kind viel Belastendes erlebt und schon früh negative Netzwerke in Ihrem Kopf angelegt

Sie hatten als Kind nicht die Sicherheit und Geborgenheit, die ein Kind braucht und können deshalb den Stressmodus schlecht herunterfahren

Sie haben traumatische Erfahrungen gemacht, die Sie nicht verarbeiten konnten

Sie haben schwere Verluste erlebt

Sie tun oft Dinge, die Sie gar nicht möchten, um es anderen Recht zu machen

Sie handeln gegen Ihre Bedürfnisse und hören selten auf Ihr Bauchgefühl

Sie erleben viel Überforderung und leben in einem Stress-Hamsterrad

Sie befinden sich in Beziehungen, die sehr konfliktreich sind und wissen nicht, wie Sie diese Konflikte lösen können

 4. Möglichkeiten – Ängste nachhaltig zu bewältigen:

Es ist klar und nachvollziehbar, dass Sie einen Weg suchen, wie Sie nicht nur mit Ihren Ängsten leben können, sondern wie Sie Ihre Angst wirklich loswerden.

rasch

langfristig

unkompliziert

Ich schwöre auf folgende Maßnahmen, die meinen Klienten bisher immer sehr gut geholfen haben:

  • Herausfinden, was Sie in Ihrem Leben unglücklich macht
  • Positive und zuversichtliche Denkstrukturen entwickeln
  • Sich auf das fokussieren, was in Ihrem Leben positiv ist und was Ihnen gelingt
  • Lernen nach dem zu handeln, was Sie brauchen und sich wünschen. Was Sie spüren, was für Sie gut ist.
  • Tools aus der positiven Psychologie anwenden, wie „die drei guten Dinge des Tages festhalten“ oder ein Dankbarkeitstagebuch führen
  • Angstbesetzte Situationen mit Hilfe moderner Methoden, wie der Wing Wave Methode (da wird über Augenbewegungen eine negative Emotion gelöscht) in neutral empfundene Situationen verwandeln
  • Mit Hilfe von inneren Bildern angstbesetzte Situationen verändern und damit die dazugehörigen Emotionen überwinden
  • Einen sorgsamen Umgang mit sich selbst lernen – für Ruhe und Entspannung sorgen
  • Natürlich wende ich alle Interventionen individuell an – zugeschnitten auf das, was der Mensch braucht, der sich mir anvertraut.

 5. Menschen, die an Ängsten leiden,verfügen über besondere Potentiale:

eine ausgesprochen hohe Sensibilität d.h. Sie haben ein stark ausgeprägtes Einfühlungsvermögen, Sie sind in Ihrer kinästhetischen Wahrnehmung (etwas spüren) sehr stark, sie haben eine sehr feine (mit kleinsten Details) Wahrnehmung
ein Potential an Kreativität. Hier geht es nicht um künstlerische Talente, sondern um Ideenreichtum
eine sehr hohe Intelligenz

Das wurde untersucht und bei den meisten ängstlichen Menschen festgestellt.

Es kann sein, dass Sie Ihre Sensibilität eher als Fluch und nicht als Segen empfinden. Weil Sie sich durch Ihre Sensibilität sehr verletzlich und anfällig fühlen. Aber was wäre, wenn darin auch Ihre größten Potentiale stecken?

Und Sie lernen könnten – diese zu nutzen und einzusetzen?

Und wenn sie lernen könnten, wie Sie besser auf sich aufpassen können.

Sie brauchen auf jeden Fall mehr Ruhezeiten, Entspannungsphasen und Abstand zu stressigen Situationen als Menschen, die nicht über diese Sensibilität verfügen. aber dafür könnten Sie ganz bewusst sorgen.

Sie könnten ganz gezielt jeden Tag für Ihr Wohlbefinden, Ruhephasen und Auszeiten einplanen.

Ihre Martina Weiblen