Ursachen für Angststörungen

Raus aus der Angst und hinein in Dein schönes Leben

Es gibt Menschen, die anfälliger sind für Ängste und Menschen, die weniger anfällig sind.

Woran liegt das?

Es gibt mehrere Ursachen:

  • Sie haben schon als Kind viel Belastendes erlebt und schon früh negative Netzwerke in Ihrem Kopf angelegt
  • Sie hatten als Kind nicht die Sicherheit und Geborgenheit, die ein Kind braucht und können deshalb den Stressmodus schlecht herunterfahren
  • Sie haben traumatische Erfahrungen gemacht, die Sie nicht verarbeiten konnten
  • Sie haben schwere Verluste erlebt
  • Sie tun oft Dinge, die Sie gar nicht möchten, um es anderen Recht zu machen
  • Sie handeln gegen Ihre Bedürfnisse und hören selten auf Ihr Bauchgefühl
  • Sie erleben viel Überforderung und leben in einem Stress-Hamsterrad
  • Sie befinden sich in Beziehungen, die sehr konfliktreich sind und wissen nicht, wie Sie diese Konflikte lösen können

 

Die Ursachen möchte ich Ihnen gerne ausführlich erklären:

Stellen Sie sich vor, ein Kind verknüpft in seiner Entwicklung ständig seine Erfahrungen. Sie tun das als Erwachsener auch. Aber Sie haben andere Bewältigungsstrategien zur Hand – als ein kleines Kind. Kinder können noch nicht viel Stress bewältigen – Sie brauchen deshalb ja unseren Schutz und unsere Fürsorge. Oft geschehen Dinge in einem Kinderleben, die auch von den Eltern nicht gewünscht waren. Ein Elternteil wird physisch oder psychisch krank. Die Eltern verstehen sich nicht gut und streiten viel. Oder Eltern haben selbst viele Ängste und die Kinder nehmen diese Ängste auf – auch wenn die Eltern das gar nicht wollten.

Nun verknüpft der kleine Kinderkopf vielerlei Erfahrungen – natürlich auch, die die Angst gemacht haben oder Stress ausgelöst haben. Und der Ausbau des negativen Netzwerkes beginnt. Die Nervenzellen korrespondieren miteinander und legen so etwas wie eine „Straßennetz“ an. Dieses negative Netzwerk ist ein guter Nährboden für depressive Erkrankungen und Angststörungen.

Das heißt es wird Ihnen sehr helfen, wenn Sie lernen „anders zu denken“ und Situationen „anders zu bewerten.“

Vielleicht haben Sie schon früh gelernt – dass die Pflicht ruft. Erst werden die Pflichten erledigt und dann kommt man selbst dran mit seinen Bedürfnissen. Ein pflichtbewusster Mensch zu sein – ist etwas sehr lobenswertes. Wenn Sie selbst aber immer zu kurz kommen, dann kann es sein, dass Ihre Seele Hilferufe sendet. Das können kleine Hinweise sein, dass Sie Ihr Leben verändern sollten. Und wenn Sie dann wieder Ihre Bedürfnisse übergehen, wird Ihre Seele etwas massiver und sendet Ihnen eine Panikattacke. „Hallo – mir geht es nicht gut so – bitte ändere etwas. Kümmere Dich um Dich selbst!“ Hier wird es Ihnen sehr helfen, wenn Sie lernen Ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen und Ihr starkes Pflichtbewusstsein in ein Fürsorgebewusstsein Ihnen selbst gegenüber zu verwandeln.

Spüren Sie Ihr Bauchgefühl? Kennen Sie das? Sie haben genau gespürt, dass Sie etwas tun, was sich nicht gut angefühlt hat, aber sie haben sich mit Argumenten SELBST überzeugt, es doch zu tun. Und es stellt sich heraus, dass es falsch war. Und Sie hatten es schon gespürt? Haben Sie lernen dürfen, auf Ihr Bauchgefühl zu hören? Wurden Sie darin bestätigt oder haben Sie gelernt, dass der Verstand alleine – mit seinen Argumenten – Entscheidungen trifft? Wenn Sie sich nur auf die Argumente Ihres Verstandes verlassen, kann es sein, dass Sie sich übergehen und nicht ernst nehmen. Dass Sie sich wenig vertrauen und nicht auf Ihre einmalige, innere Weisheit hören.

Eine große Hilfe ist für Sie, wenn Sie lernen wieder auf Ihr Bauchgefühl zu hören.

Wenn Sie als Kind Verlassenheits- Erfahrungen gemacht haben oder sich nicht wirklich auf Ihre Eltern verlassen konnten, haben Sie in Situationen, die Ihnen Angst gemacht haben, nicht die Unterstützung bekommen, die Ihnen geholfen hätte, die Angst zu besiegen, sich wieder zu beruhigen und zu entspannen. Sie konnten die Gefühle nicht überwinden durch beruhigende Worte und Gesten.

Sie haben die Angst in sich eingeschlossen, weil es zu wenig Trost und Halt gab. Das kann geschehen – ohne dass Eltern das beabsichtigen. Vielleicht weil die Eltern selbst in vielen Situationen überfordert waren.

Menschen, die zu wenig Sicherheit und Geborgenheit erlebt haben, können Stress schlechter abbauen, als Menschen, die sich stets in ihrem Urvertrauen bewegt haben. Stress führt zu einem erhöhten Adrenalin- und Cortisolspiegel. Und dieser wird nachweislich bei – „nicht sicher gebundenen“ Menschen – viel schlechter und langsamer wieder abgebaut.

Deshalb finden diese Menschen dann auch schlecht in den Schlaf – Sie können sich schlecht entspannen und loslassen – weil Ihr Adrenalinspiegel und das Cortisol, für viel Unruhe im Körper sorgen. Wie schön und erleichternd wäre es für Sie, wenn Sie Hilfsmittel an die Hand bekämen, durch die Sie Stress schnell abbauen können?

Vielleicht haben Sie einschneidende – traumatische Erfahrungen gemacht. In dem Moment, in dem wir uns sehr stark bedroht fühlen, schaltet unser Gehirn auf Notsituation. Es wird so viel Adrenalin ausgeschüttet (Fluchtreflex), dass bestimmte Bereiche im Gehirn abgeschaltet werden, damit es von der Adrenalinausschüttung nicht geschädigt wird. Deshalb können Menschen, die ein Trauma erlebt haben – dieses nicht verarbeiten. Die Erfahrung kann nicht im autobiografischen Gedächtnis abgelegt werden. Stellen Sie sich vor- Ihr Gehirn ordnet alle Erlebnisse autobiografisch – wie in ein Regal ein. Sie wissen – was erst vor kurzem passiert ist und Sie wissen- was schon lange her ist. Alles chronologisch sortiert. Bei einem Trauma ist nichts einsortiert. Es ist unaufgeräumt.Ein kleines Erinnerungsmolekül kann die gesamte Erinnerung mit all Ihren unverarbeiteten Emotionen blitzartig ,in Ihr Bewusstsein bringen. Sie verstehen dann oft selbst nicht, warum Sie so heftig reagieren. Das liegt daran, dass etwas Unverarbeitetes an die Oberfläche gekommen ist. Traumatische Erfahrungen sind oft ursächlich verantwortlich für Angststörungen oder Depressionen. Die Verarbeitung des Erlebten über die Bearbeitung der Bilder, führen schnell zu einer Linderung der Symptome. Und sind sehr hilfreich bei der Angstbewältigung.

Es sind komplexe Vorgänge, die zu Angststörungen oder Phobien führen.

Es ist oft ein Mix aus aktuellen Anlässen und frühen Erfahrungen, die gemeinsam ungünstig wirken.

 

 

 

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